Dienstag, März 06, 2007

Wenn Laufen allein nicht reicht

Das Laufen ist schon schwer genug für mich, aber die internationalen Zusammensetzung unserer Laufgruppe lässt die sportliche Betätigung auch zur geistigen Höchstleistung werden. Unser fröhlich geradebrechtes Deutsch-Englisch, das uns in Jesteburg den spöttisch-genervten Kommentar "Trainiert ihr für den New York Marathon?" eingebracht hatte, sollte das Trainieren und die fremden Zungen leichter werden lassen.

Heutiges Thema war - neben einem Exkurs zu den Menoniten in Paraguay - das Wort "Allein".

Um die neue Vokabel schmissig in den Wortschatz einzubinden, verfiel ich auf die sinnfreie Idee, traurige und einsame "Neue Deutsche Welle"-Lieder vorzutragen. Natürlich drängte sich der Eisbär-Song von Grauzone auf, dessen Nouvelle Vague Version mir seit Wochen in den Ohren klingt.



Ich möchte ein Eisbär sein
im kalten Polar,
dann müßte ich nicht mehr schrei´n,
alles wär so klar.

Ich möchte ein Eisbär sein
im kalten Polar,
dann müßte ich nicht mehr schrei´n,
alles wär so klar.

Eisbären müssen nie weinen.
Eisbären müssen nie weinen.
Eisbären müssen nie weinen.
Eisbären müssen nie weinen.

Wer jetzt sowohl Video als auch Songtext sorgsam studiert hat, wird festgestellt haben, dass das Wort "Allein" darin nicht vorkommt. Ein anderer Eisbär - Knut - wurde von der Mutter verlassen und muss von Menschenhand aufgezogen werden.

Da das Schicksal von Knut die Menschen rührt, hat er inzwischen eine Website, einen Video-Podcast und ein Blog. Damit ist er nicht allein, aber einzigartig, jedenfalls unter Eisbären.

Keep on running

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