Dienstag, April 03, 2007

Der Räuber und der Prinz

Deutsch lernen und laufen führt zu unterhaltsamen Gesprächen an der Alster. Am letzten Freitag – entschuldigt den verspäteten Eintrag, ich musste einen Halbmarathon laufen – bekam ich einen Eindruck davon, wie Deutsch vermittelt wird. Mit Märchen. Es dauert zwar circa einen Kilometer, bis ich begriff, dass unsere kanadischen Mitläuferin in der letzten Woche ein Märchen geschrieben hatte, Ä und CH sind doch bei angestrengter Atmung schwer zu verstehen.

Die Kurzfassung der Geschichte:
Ein einsamer, hässlicher Prinz hat einen Schatz. Dieser wird ihm geraubt. Er ist unglücklich. Er befragt seinen Zauberspiegel (mit scharfem Z, sonst wird es nur ein sauberer Spiegel, auch schön, aber nicht so hilfreich), erfährt, dass der Schatz im Zauberwald versteckt ist. Im Wald steht ein violetter Baum, der dem Prinzen erzählt, was passiert ist. Ein kleiner Mann mit K, aber kein Zwerg oder Gnom, hat den Schatz geklaut, der Zauberbaum hat ihn aber mit einem Ast erschlagen und der Prinz bekommt seinen Schatz wieder, der unter einem Ast steht. Um das Happyend vollständig zu machen, die Geschichte stammt immerhin von einer Nordamerikanerin, sitzt auch dem Schatz eine schöne Prinzessin, die nur auf den hässlichen Prinzen gewartet hat. Und so lebten sie glücklich und zufrieden.

Wer jetzt den Begriff mit K errät, darf sich das folgende Video anschauen, das mir während der Erzählung durch den Kopf summte. Auch mit Prinz und Happyend, aber doch mit kleiner anderer Wendung. Von der Deutsch-Kanadischen Laufgruppe zur Deutsch-Amerikanischen Freundschaft. MAZ ab



DAF - Der Räuber und der Prinz
Ein schöner junger Prinz. Verirrte sich im Wald. Plötzlich wurde es dunkel. Da packten ihn die Räuber. Doch einer von den Räubern liebte diesen Prinzen. Ich liebe dich mein Prinz. Ich liebe dich mein Räuber.

Keep on running

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