Sonntag, April 22, 2007

Eine Woche vor dem Marathon - sehr selbstbezogen

Mein letzter Test vor dem großen Lauf. Sklavisch habe ich mich an die Anweisung des Trainers gehalten und bin langsam und nicht mehr als eine Stunde gelaufen: 59:24 Minuten. Viel wichtiger als die Zeit war allerdings, dass sich mein Körper gut angefühlt hat. Der Fuß hat sich zwar am Ende leicht bemerkbar gemacht, aber ich hatte das Gefühl, dass die Kraft da war. Eine Woche habe ich pausiert und viel in mich hinein gehört, wo es zwickt und pickt. Doch es war gut. Morgen kümmert sich Andrea noch mal um mich und schickt mich mit vielen guten Energien auf den Weg.

Diese ganze Lauferei ist schon reichlich selbstbezogen. In sich hinein hören anstatt mit anderen zu reden. Die Laufgruppe hilft dagegen nur bedingt, da wir nicht kontinuierlich zusammen trainieren. Noch unverständlicher ist es, wenn sich bei einem solchen Egotrip Hunderttausende an die Strecke stellen, und uns Egomanen bei der Selbstverwirklichung oder dem Scheitern zusehen. Trotzdem, kommt alle, ich brauche Euch und werde Euch für jeden Zuruf lieben.

Ein ähnliches Ausmaß an Selbstbezogenheit präsentiert . Volker Strübing, der sich über diverse Ebenen zum Inhalt seines Autorenreisetäschchens nähert. Und dann erzählt er noch seinen Lieblingswitz. Und im Gegensatz zum Marathon braucht er statt der von mir angestrebten vier Stunden nur zehn Minuten, um sich von allen Seiten zu zeigen. Und es haben schon hunderte von Menschen gesehen. Via ix



Jetzt werde ich die Lauferei einstellen und meine Energie auf das phantastische Fußballfilmfest 11mm in Berlin richten. Ab Mittwoch werden im Babylon in Berlin-Mitte Spielfilme, Dokumentationen und Kurzfilme zum Thema Fußball gezeigt. Die großartige Mannschaft hat wieder (zum vierten Mal) ein internationales Programm und eine illustre Gästeschar zusammengestellt. Eine Reihe widmet sich den unsterblichen Fußballgöttern wie Pele, Franz Beckerbauer, Johan Cruijff, Maradona und Zinedine Zidane.

Als Anschmeckerer gibt es das Jahrhunderttor von Diego Armando Maradona bei der WM 1986 in Mexiko gegen England, das Lionel Messi letzte Woche im Pokalspiel gegen Getafe inklusive aller Drehungen erneut erzielt hat. Respekt. Und vor allen Dingen sehr vorbildbezogen.

Das Original:


Die Kopie:

Keep on running

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