Mittwoch, November 03, 2010

Deutsche Schenkel

„Schenkelchen, Schenkelchen“ haben heute Morgen meine Beine aufgestöhnt, als ihnen klar wurde, dass ich mir schon wieder die Laufschuhe anziehe.

Bei Schenkeln denke ich eigentlich immer an Hühnerschenkel, an fettige Finger, die gierig die kleinen Knochen umgreifen, bis sie komplett abgenagt sind. Barbarisch, aber leider immer noch nicht geächtet wie das Vertilgen von Froschschenkeln. Diese französische Spezialität hat sich hier nie ganz durchsetzen können. Erfolgreich dagegen verlief aber der Import einer anderen französischen Leckerei, des Croissants. Kaum noch ein Bäcker, der das Blätterteigteilchen nicht im Angebot hat. Weitaus seltener gibt es noch die klassischen Hörnchen, die ich von meiner Runde mit einem kleinen Abstecher mit nach Hause bringe.


Auf dem Teller erinnert mich das Hörnchen an etwas: So, wie das Hörnchen aussieht, fühlen sich meine Beine an, ganz schön dick und schwer, und vor allem nicht so luftig wie ein Croissant.

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Montag, November 01, 2010

Jedem Ende wohnt ein neuer Anfang inne

Der ewige Kreislauf der Welt zeigt sich auch in den kleinen Dingen. Heute Morgen, als ich bereit war, mein Leben zu ändern, warf sich etwas mir zu Füssen: meine Jogginghose. Das Schnürband, mit dem ich mir den Fetzen Stoff um die schlapp gewordenen Hüften gürten wollte, war nicht mehr da. Raus gezogen. Sabotage.

In stundenlanger Fingerfertigkeit habe ich das Band zurückgefädelt. Von einem Ende zum Anderen.



Und siehe da, es ward gut. Das Spektakel kann beginnen: 6,5 Kilometer 50 Minuten. Wie gesagt, ein Anfang.

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