Mittwoch, November 03, 2010

Deutsche Schenkel

„Schenkelchen, Schenkelchen“ haben heute Morgen meine Beine aufgestöhnt, als ihnen klar wurde, dass ich mir schon wieder die Laufschuhe anziehe.

Bei Schenkeln denke ich eigentlich immer an Hühnerschenkel, an fettige Finger, die gierig die kleinen Knochen umgreifen, bis sie komplett abgenagt sind. Barbarisch, aber leider immer noch nicht geächtet wie das Vertilgen von Froschschenkeln. Diese französische Spezialität hat sich hier nie ganz durchsetzen können. Erfolgreich dagegen verlief aber der Import einer anderen französischen Leckerei, des Croissants. Kaum noch ein Bäcker, der das Blätterteigteilchen nicht im Angebot hat. Weitaus seltener gibt es noch die klassischen Hörnchen, die ich von meiner Runde mit einem kleinen Abstecher mit nach Hause bringe.


Auf dem Teller erinnert mich das Hörnchen an etwas: So, wie das Hörnchen aussieht, fühlen sich meine Beine an, ganz schön dick und schwer, und vor allem nicht so luftig wie ein Croissant.

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